Partizipation

„Kinder haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Es ist zugleich ein Recht, sich nicht zu beteiligen. Dieser Freiwilligkeit seitens der Kinder, ihr Recht auszuüben, steht die Verpflichtung der Erwachsenen gegenüber, Kinder zu beteiligen, ihr Interesse für Beteiligung zu wecken.“

Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention

 

Im unseren Kinderhaus haben wir Strukturen entwickelt, die es ermöglichen, das Recht des Kindes auf Mitbestimmung und freie Meinungsäußerung umzusetzen.

Je nach Inhalt und Entwicklungsstand können Kinder selbst bestimmen, mitbestimmen, mitwirken oder informiert werden.

Die Kinder haben stets die Möglichkeit, Wünsche und Kritik zu äußern, damit erleben sie, dass ihre Bedürfnisse  ernst genommen werden. Wir versuchen gemeinsam  Lösungen zu finden und im Alltag umzusetzen.

Die Kinder haben ein Recht auf Information und Mitsprache in allen sie persönlich betreffenden Angelegenheiten. Das pädagogische Personal informiert die Kinder, hört ihnen aktiv zu, nimmt ihre Äußerungen ernst, gibt eine wertschätzende Rückmeldung und begründet, wenn den Wünschen nicht entsprochen werden kann.

Grundsätzlich haben alle Kinder das Recht während der Freiarbeit Spielpartner, Spielort, und Spieldauer selbst zu bestimmen, soweit die Bedürfnisse der anderen Kinder dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Kinder haben Recht sich für jeweiligen Kreis zu entscheiden.

Beim Vespern und Mittagsessen entscheidet das Kind selbst, was und wie viel es essen und trinken möchte, auch neben wem es sitzt.

Es gibt weitere Beteiligungsformen für die Partizipation: im Gruppengesprächen und Kreisen.

Die Kinder haben bei projektorientierten Themen Mitsprache und Mitgestaltungs-Möglichkeiten, indem sie  z.B. die Geschichten im Theaterkreis selbst entwickeln, die Themenfelder im Experimentenkreis vorschlagen …

 

Beschwerden

Beschwerdesysteme sind ein wichtiges Instrument, die Rechte von Kindern und Eltern zu wahren, als Reflexion der eigenen Arbeit, sie dienen der Prävention und schützen die Kinder.

Im Gruppenalltag bieten sich viele Situationen für persönliche Gespräche mit den Kindern unter vier Augen oder in Kleingruppen, wo sie ihre Beschwerden äußern können. Die angesprochene Erzieherin überlegt mit dem Kind, wie das Problem gelöst werden kann, z.B. ein Gespräch mit allen Beteiligten, Einberufen einer Kinderkonferenz, weiteres Besprechen im Erzieherteam…

Wir ermutigen Eltern ihre Sorgen, Ärgernisse, Wünsche oder Anregungen mit uns zu besprechen. Hierzu stehen folgenden Möglichkeiten zur Verfügung:

-Tür- und Angelgesprächen

-Kurzfristig vereinbarte Gespräche im Büro

-in Elterngesprächen

Falls keine Lösung gefunden wird, besteht die Möglichkeit, jemanden aus dem Elternbeirat dazu  zu nehmen.

Falls weiterhin keine Lösung zwischen Eltern, Elternbeirat und dem Team zu Stande kommt, kann der Träger hinzu gerufen werden.

Wir nehmen alle Beschwerden ernst und sehen sie als Chance zur Qualitätssteigerung. Bei der Bearbeitung von Beschwerden achten wir auf Transparenz und Verlässlichkeit.