Montessori - Dienstagstreff mit Senioren

Larisa Kampf bietet ein besonderes Angebot für Kinder und Senioren dienstags im Gottlob Weiser Haus – ein Seniorenheim der Diakonie – an.

 

Warum vormittags?

In verschiedenen Gesprächen hat sich herausgestellt, dass ein Nachmittagstermin den Bedürfnissen einiger Senioren im Wege steht.

So mancher alte Mensch braucht nachmittags eine kleine Pause, um den restlichen Tag bewältigen zu können.

Zudem finden am Nachmittag bereits viele verschiedene Angebote für die Senioren statt, so dass um diese Zeit kein weiterer Bedarf besteht, etwas Neues anzubieten.

Aus diesen Gründen bieten wir nun einen Seniorenvormittag, der aus der Einladung von Senioren des GWH ins Kinderhaus während einer Feriengruppe enstanden ist, an.

 

Sehr gerne hätten wir weiterhin das wöchentliche Treffen mit den Senioren bei uns im Kinderhaus durchgeführt, mussten uns dann aber eingestehen, dass es für die meisten Kinder eine Kleinigkeit von ca.10 - 15 Minuten zu Fuß ist, ins GWH zu gelangen. Die Senioren hingegen wären mindestens doppelt so lange unterwegs und bräuchten wesentlich mehr Unterstützung bei der Wegbewältigung als die Kinder. Eis und Schnee würden ein zusätzliches Hindernis für die Senioren darstellen und den Weg für Rollstuhlfahrer sehr erschweren.

 

Da bei den gemeinsamen Treffen die Arbeit mit dem Montessorimaterial im Vordergrund steht, haben wir den Dachboden des Kinderhauses nach altem aber noch brauchbarem Montessorimaterial durchsucht und dabei so manches gefunden, was wir für dieses Projekt brauchen könnten.

Wir haben entstaubt, geputzt, ergänzt und alles Mögliche zusammengestellt, von dem wir ausgehen, dass es das Interesse der Kinder und Senioren wecken wird.

 

In der Tagesgruppe des GWH werden die Materialien in einem Schrank aufbewahrt und immer zum Mittwochstreff im Raum verteilt und den Kindern und Senioren angeboten.

 

Und so laufen unsere Treffen meist ab:

 

Wir beginnen jedes Treffen gemeinsam, indem wir zum Beispiel ein Begrüßungslied singen, als Bewegungseinheit einen Sitztanz miteinander tanzen und uns erzählen, was jeden bewegt.

Dann ist Zeit für Freiarbeit. Es gibt gemeinsame Arbeitsplätze an einem großen Tisch, ebenso an zwei kleinen Tischen und auch auf zwei Teppichen am Boden. Kinder und Senioren sollen Zeit haben, Neues auszuprobieren, gemeinsam und auch alleine zu arbeiten, zuzuschauen ….

Wenn unser Treffen dann dem Ende zugeht, räumen wir gemeinsamen alles auf.

Es ist dann Zeit für eine „Wie war es Runde“ und wir singen gemeinsam ein Abschlusslied, verabschieden uns und machen uns dann wieder auf den Heimweg ins Kinderhaus.

 

Diese Treffen sind eine wunderbare Begegnungsmöglichkeit der Generationen, sie beinhalten auf vielen Ebenen einen Reichtum an Verständnis, Entwicklungen und Kreativität, der sowohl den Senioren als auch den Kindern sowie den Begleitpersonen zu Gute kommt.