Maria Montessori

Die Montessori-Pädagogik hat ihren Namen von der 1870 in Italien geborenen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori. Schon während der Schulzeit entdeckte sie ihr Interesse für Mathematik und Naturwissenschaft und besuchte eine naturwissenschaftlich-technische Schule, was für Mädchen in der damaligen Zeit recht ungewöhnlich war. Gegen den Willen des Vaters und gegen enormen Widerstand seitens der Universität gelang es ihr, als erste Frau Italiens ein Medizinstudium zu absolvieren.1906 bot sich Maria Montessori die Gelegenheit, ihre Methode in der Praxis zu erproben. Sie wurde von der italienischen Regierung damit betraut, in San Lorenzo, einem Armenviertel in Rom, ein Kinderhaus einzurichten. Hier zeigte sich bald der Erfolg ihrer Methode. Es entwickelte sich ein derartiges Interesse an ihrer Pädagogik, dass Montessori sich veranlasst sah, parallel zu weiteren Eröffnungen von Kinderhäusern, Vorträge und Lehrgänge zur ihrer Methode abzuhalten. Zunächst beschränkten sich die Einladungen auf Italien, später kamen sie aus vielen anderen Ländern Europas.

Wegen der folgenden politischen Situationen in Europa musste Frau Montessori öfter ihren Wohnsitz wechseln. Während der ganzen Zeit arbeitete sie intensiv an der Verfeinerung und Erweiterung ihrer Methode.

Als sie nach Kriegsende nach Europa zurückkam, war von der ehemals weit verbreiteten Montessori-Pädagogik dort kaum noch etwas vorzufinden. So machte sie es sich zur Aufgabe, die Montessori-Bewegung in Europa zu erneuern. Selbst im hohem Alter reiste sie fast ununterbrochen zu Vortragsreisen und Ausbildungskursen in vielen Ländern Europas sowie nach in Indien, Ceylon und Pakistan. Sie starb am 6. Mai 1952 in Holland, wo sie ihren letzten Wohnsitz hatte.